Unser erster großer Ausflug – oder: Mit Zwillingen zu Ikea

unser erster Ausflug

An Karfreitag hatten wir überlegt, ob wir am nächsten Tag nach Augsburg zum Ikea fahren sollen, da wir seit Monaten eine bestimmte Lampe aus dem schwedischen Möbelhaus haben wollten. Wir entschieden uns erst mal dagegen und planten lieber auszuschlafen.

Als die Kinder jedoch um 06:30 Uhr die Nacht für beendet erklärten, beschlossen wir es doch zu wagen. Da es von uns zum nächsten Ikea etwa 100km Fahrtweg sind, fragte ich einige Leute, ob wir ihnen was mitbringen sollen. Die Reaktion von gleich mehreren war: „Wollt ihr euch das wirklich antun? Am Karsamstag?“, „Mutig!“ oder auch „Da wird die Hölle los sein!“

Wir zweifelten kurz, hielten aber an unserem Plan fest, damit unser Wohnzimmer in Zukunft nicht mehr nur von einer Glühbirne geschmückt wird.

„Oh schau mal Zwillinge!“ hörte man aus jeder Richtung.

Wie immer, seit dem unsere Zwillinge auf der Welt sind, kamen wir viel später als geplant los. Und dann unser erster Stopp: 300 Meter die Straße entlang beim Bäcker – Frühstück!

Dann ging es weiter zu Ikea, die Straßen gähnend leer! Wenn die schon so leer sind, wäre es ja komisch wenn der Ikea knallvoll wäre, oder?! Der Ikea Parkplatz dann (wie eigentlich immer) sehr voll, aber nicht überfüllt.

Gerade angekommen, ging es für uns erst mal in den Wickel-/Stillraum, nach diesem Etappenstopp konnte es los gehen. Wie mittlerweile fast immer hatten wir unsere kokadi Tragen dabei, statt unserem Kinderwagen, da man mit diesen einfach überall durchpasst und so viel agiler und schneller unterwegs ist. Natürlich fielen wir damit wie immer auf – „Oh schau mal Zwillinge!“ hörte man aus jeder Richtung.

Mittags ging es dann ins Restaurant und noch mal zum Stillen in den Wickelraum mit super bequemem Ohrensessel. Weiter ging es durch die Ausstellung, die Markthalle und schließlich zur Kasse – nur 70€ der günstigste Ikea Einkauf seit Jahren. Tja, mit Zwillingen lernt man das Notwendige zu erkennen und den Rest liegen zu lassen 😀

Nach einem erneuten Stillstopp (ja die Beiden haben circa alle 2 Stunden Hunger) ging es zurück zum Auto. Den Ikea fanden die Mäuse wohl super, außer zur Essenszeit waren sie total zufrieden an uns gekuschelt. Da es so gut lief, entschieden wir uns gleich noch zur BabyWelt zu fahren, die nur wenige Minuten entfernt ist, denn bei uns in der Umgebung gibt es keine größeren Babymärkte.

Dort angekommen hatten Mausimilian und Milimaus keine Lust mehr auf die Tragen und so wurde halt doch der Maxi-Cosi auf den Einkaufswagen geschnallt. Naja den Laden fanden die Beiden nicht so cool, es wurde viel gequengelt und so ging es recht schnell wieder zum Stillen und die Beiden waren mehr auf dem Arm als im Maxi-Cosi.

Schon seit Wochen planten wir uns einen Fahrradanhänger zuzulegen und hatten bei uns nichts passendes in unserer Preiskategorie gefunden (sondern nur 900€ und aufwärts). Hier gab es Anhänger zwischen 350€-1000€. Schnell viel uns ein grünes Modell in unserer Preiskategorie ins Auge, für das wir uns 5 Minuten vor Ladenschluss auch entschieden und kauften.
Lest einen ausführlichen Bericht über unsere Erfahrungen mit der BabyWelt in Gersthofen in diesem Artikel.

Da wir schon die Letzten im Laden waren, war Stillen nicht mehr möglich. So fuhren wir los, doch der Hunger der Kids war zu groß, war es doch schon 18:30 Uhr. Nach kurzem Überlegen fuhren wir zu McDonald’s. Der Hunger der Kinder war mittlerweile so groß, dass keiner von Beiden warten wollte und ich so gezwungen war gleichzeitig zu stillen, was immer viel Entblößung bedeutet. Aber wir fanden einen sehr abgeschotteten Platz, wo niemand sonst saß und mein Mann deckte mich noch mit einem Schal ab. Gleich danach gab es noch die Abendflasche, die ich erst gar nicht mitnehmen wollte, aber von Sergej überzeugt wurde.
Um 20 Uhr fuhren wir weiter. Unser Mädchen leider total motzig, trotz satt und frischer Windel. Um 21 Uhr kamen wir dann völlig geschafft zu Hause an und fielen alle vier sofort ins Bett.

Resümee: Ein sehr toller und erfolgreicher Ausflug, der aber doch einen ticken lang war.

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